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Outdoor-Zentrum für Sport, Gesundheit und Freizeit


In der Diskussion um eine zukünftige Nutzung des Flugfelds kann man zunächst einmal festhalten, dass das Feld aktuell außerordentlich gut angenommen wird. Es ist unglaublich, wie viele Menschen sich an regenfreien Tagen auf dem Feld einfinden. In der Dichte toppt man hier sicher andere Freizeitflächen, wie den Britzer Garten, den Tiergarten und vielleicht sogar den Zoologischen Garten. Und das, obwohl die Infrastruktur (Toiletten, Verpflegung, Regenschutz etc.) kaum vorhanden ist.

Aus diesem Grund sollte man mit einem Nutzungskonzept die aktuellen Hauptaktivitäten unterstützen und keine Experimente eingehen. Man sollte auch keine unübersichtliche Vielzahl von versprenkelten Einzelinteressen bedienen, da sich hierauf kein langfristiges Konzept aufbauen lässt.

Folgende Aktivitäten haben doch inzwischen auf dem Feld ein zu Hause gefunden: Laufen, Joggen, Walking, Radfahren, Skaten, verschiedene Formen des Windsurfens, Ballspiele, Turn- und Gesundheitsübungen und Entspannen. Bis auf ein, zwei Ausnahmen absolute Volkssportarten bzw. -aktivitäten, die immer mehr Zulauf finden. Genau diese Aktivitäten sollten zukünftig in einem ganzheitlich abgestimmten Nutzungskonzept unterstützt werden, mit der Schaffung einer zentralen Stätte für Sport, Gesundheit und Freizeit! Hierbei ist nochmals die Wichtigkeit zu betonen, sich nicht im Kleinen zu verzetteln, sondern das zu ermöglichen, was die Masse nutzt und das vorhandene Areal optimal ausnutzen.

Für eine sinnvolle Funktionalität ist hierbei ein durchdachtes Raumkonzept entscheidend, da einige Aktivitäten viel Platz beanspruchen.

Folgende Einrichtungen sollten geschaffen werden: - gute Laufbahnen (nicht nur Asphalt) für Langstreckenläufe, Tempoläufe, Cross-Läufe für Läufer, Jogger und Walker - eine kreuzverkehrsarme Trainingsstrecke für Radfahrer und Skater - eine großzügig bemessene Trasse für die Kite-Surfer - Trimm-Dich-Pfade - Ballspielplätze für Fußball, Feldhandball, Basketball, Volleyball, evtl. Tennis, Badminton - Boule-Bahnen - Liegewiesen - evtl., wenn realisierbar, ein großes Freiluft-Schwimmbecken (ohne Nebenbauten) mit mehren Bahnen (Länge 50m) für Gesundheits- und Sportschwimmaktivität, nicht für Rutschen und Arschbomben

Zu klärende Punkte sind: - Welche Rolle kann/soll der Vereinssport spielen? - Welche besonderen Angebote für Kinder- und Jugendsport bieten sich noch an? - Kann/Will man ein Niveau erreichen, das Wettkampfsportveranstaltungen erlaubt? - Sucht man Sponsorengruppen (Vereine, Krankenkassen etc.)? - Wie unterstützt man die Fortbewegung auf dem Feld (Shuttle-, Fahrradleihkonzept o.ä.) - Wie verhindert man Vandalismus? - Wie kann man die historische Bedeutung des Flugfelds im Konzept berücksichtigen, und auch die originale Substanz erhalten? - Wie kann insgesamt das Bewirtschaftungskonzept aussehen?

Die beschriebenen Nutzungsmöglichkeiten würden sicher mit hohem Interesse von einer großen Bürgerzahl genutzt werden. Es gibt doch kaum noch jemanden, der sich zum Schutze seiner Gesundheit nicht sportlich betätigen will. Mit dem Flugfeld ist die Gelegenheit gegeben, viele dieser Interessen zu vereinen, ggf. verbunden mit einer breit getragenen Kampagne für Volkssport- und Volksgesundheit.


Diskussionen

  • Nikash ist dafür
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    Gute Beispiele für die Umsetzung solcher Fitness-Parcours finden sich z.B. in München. Hier ein paar Infos dazu:

    http://www.muenchen.de/rathaus/Stadtverwaltung/Referat-fuer-Bildung-und-Sport/Sportstaetten/fitness-parcours.html

    Und dann noch eine Bildstrecke:

    http://www.muenchen.de/freizeit/bildergalerien/trimm-dich-pfade.html#/

  • "Aus diesem Grund sollte man mit einem Nutzungskonzept die aktuellen Hauptaktivitäten unterstützen und keine Experimente eingehen. Man sollte auch keine unübersichtliche Vielzahl von versprenkelten Einzelinteressen bedienen, da sich hierauf kein langfristiges Konzept aufbauen lässt"

    Dem Punkt stimme ich vollkommen zu.

    Der Rest hört sich allerdings für mich so an, als würde das Feld dann eben mehr oder weniger komplett auf die aktuellen Sportarten beschränkt. Außerdem bekommt jeder seinen Bereich, in dem er dann sein Vorrecht hat?

    Ich denke, die Entscheidung, was man auf dem Feld macht, und wo man das tut, sollte jedem Besucher selbst überlassen bleiben - sofern dadurch niemand eingeschränkt wird, wie es auch schon in der Parkordnung steht. Dabei sollten möglichst etablierte Sportarten nicht bevorzugt werden. Wäre das von Anfang an gemacht worden, würden wir nun einige Sportarten auf dem Feld nicht sehen.

    Den Sport generell zu fördern, finde ich gut, allerdings sollte das THF nicht in ein einziges Sportzentrum verwandelt werden. Irgendwo wurden Duschen vorgeschlagen beispielsweise.

    • Vielen Dank für den Kommentar.

      Mit Verwendung des Begriffs "Zentrum" habe ich möglicherweise falsche Assoziationen ausgelöst. Mir geht es darum, das Gelände im Wesentlichen zu erhalten und die derzeitige Nutzung des Geländes zu unterstützen. Hierfür sind nur relativ geringfügige Maßnahmen notwendig.

      Z.B. für das schnelle Laufen, Joggen und Walken. Augenscheinlich eine Hauptnutzung auf dem Feld. Die Bedingungen hierfür sind aber eigentlich sehr ungünstig. Die Asphalt- oder Betonpisten sind für die Gelenke sehr strapazierend, genauso wie die geschaffenen Trampelwege daneben, deren Unebenheit und Neigung dazu führt, dass der Bewegungsapparat ungleichmäßig belastet wird. Merkt man vermutlich alles erst, wenn man jenseits der 40 ist, dann aber richtig. Hier würden Begradigungen eine prima Maßnahme sein, die das Gelände insgesamt nicht grundlegend verändern würden, aber noch weitere Läufer anlockten und die die jetzigen Läufer vor späteren Schmerzen bewahrten.

      Noch ein Beispiel sind die Ballspielplätze. Hiervon gibt es ja schon einige. Würde man aber noch ein paar Tore, Körbe, Netze etc. verfügbar machen und den Boden ggf. anpassen (z.B. strapazierfähiger Rasen), dann gäbe es auch hier einen stärkeren Zulauf.

      Es geht auch nicht um eine Bereichszuordnung. Wer trotzdem lieber dort läuft, wo die Kiter unterwegs sind, oder lieber dort kickt, wo das nächste Bier nicht weit ist, dem soll das weiter ungenommen sein. Dafür ist ja genügend Platz, das ist ja das schöne am Feld.

      Viele treffen ja aber gerne auch Gleichgesinnte für einen Austausch. Und in dem Zusammenhang haben die angesprochenen Boulebahnen m.E. durchaus Geselligkeits- und Treffpunktspotential. Da das Spiel oft auch von den Älteren gespielt wird, böte sich ein Platz am Rand an, z.B. dort, wo die LZB stehen sollte.

      Insgesamt kann man aber die aktuellen Hauptnutzungen mit verhältnismäßig geringfügigen Eingriffen fördern. Die Freiheit für Neues soll aber auf jeden Fall erhalten bleiben, da die Freizeitnutzung weiterhin im Vordergrund stehen soll. Die meisten verwenden ihre Freizeit eben für Sport, Gesundheit und Erholung.