• neuni ist dafür
    +6

    Ich finde es auch spannend zu sehen, wie das Feld angenommen wird, so wie es ist - auch ohne große Investitionen und Baumaßnahmen. Schön zu sehen, was man alles auf einer Wiese oder einer Asphaltbahn machen kann. Ich beobachte vor allem die vielen sportlichen Aktivitäten und möchte mich besonders für den Aspekt der Erhaltung und Pflege aussprechen: Wiesen mähen, Müll beseitigen und den Asphalt rechtzeitig reparieren, bevor es für die vielen Rollsportler zu gefährlich wird.

    • Baumfee ist dafür
      +1

      Es muss doch Geld ausgegeben werden!

      Allein jetzt im Vorfeld die Veranstaltungen, Moderator und Koordinator, könnten wir uns alles sparen.

      Das Feld hat seinen Charme in sich, nur soviel tun wie nötig - Du hast es ja geschrieben, was gemacht werden muss.

  • lpsree ist dafür
    +5

    Leider kann ich diesem Vorschlag nur einen Punkt geben. Wenn ich könnte gäbe ich 100.

    • Dancyk ist dagegen
      +2

      Das feld ist ein historischer Ort mit einer ganz eigenen Athmosphäre. Es ist rauh und karg, weit, offen und ein Stück des Himmels über Berlin. Aber es bietet uns Berlinern auch die einmalige Möglichkeit, ein Stück unserer Stadt gemeinsam zu nutzen und zu gestalten. Sicherlich darf der ursprüngliche Charakter dabei nicht verloren gehen. Es nur als Museum zu begreifen, als Mahnmal, den Zeiten trotzend, würde diese Chance ungenutz verstreichen lassen, die sicher so bald nicht wieder kommt. Wo es gerade jetzt darum gehen sollte, wie viel unseres Mitbestimmungrechtes wir einfordern werden!

  • Es ist geil so, wie es ist. Ein paar mehr Toiletten, ein paar Wasserhähne, ein paar gepflanzte Bäume. Die Fahrbahnen instandhalten.

    Der Tempelhofer Park ist so genial, weil er so ist, wie er ist. Er ist kein zurechtgestutzter, rasierter, gedrillter Schicki- Park, mit kerzengeraden Pfaden, geplant von Rentnern für Rentner, sondern ein Park für hauptsächlich junge Leute, Sporttreibende, aber auch Familien mit Kleinkindern, Touristen usw. Jeder findet dort seine Ecke. Was zu knabbern am Eingang würde schon genügen.

    Es ist das besondere, dass da sonst nichts ist! Der Gegensatz zur komprimierten Stadt. Die Brache. Die Wüste. Die Luxus- Wüste. Geile Wiesen- und Asphaltwüste, das halten die Planer nicht aus! Aber das ist es, was es ausmacht. Einfach Wildnis, ungezügeltes Abenteuer, Freiheit erleben, damit unsere Kinder sich später erinnern werden und sagen können: Weißt du noch Papa, Mama, als wir damals auf dem Flughafen unseren Drachen haben steigen lassen, und später mit dem Kite geflogen sind? Und: Wie viele Paare haben sich dort bereits zwanglos kennengelernt? Die soziale Qualität des Parks kann also gar nicht hoch genug geschätzt werden. Das gibt es nur hier.

    Diese lebendige Erinnerung wird uns Berliner so prägen, dass wir sie bis aufs Messer verteidigen werden. Denn geknechtete Parks gibt es zu Hauf. Das musste mal gesagt werden.

  • Es haben längst nicht alle Menschen das Feld so angenommen, wie es ist. Ältere Menschen z.B. sieht man hier kaum. Und auch die, die kommen, wünschen sich noch manche Veränderung. Leider haben offenbar nur wenige Menschen diesen Dialog wahrgenommen, sonst sähe hier manches Voting anders aus.

    • Das mag schon sein! Wir kriegen oft das Argument um die Ohrn geschlagen, dass unsere Meinung ja NUR ein Minderheit sei - aber wie soll man wissen, was die wollen, die sich nicht beteiligen?

      • Man kann zum Beispiel eine repräsentative Befragung durchführen. Da gibt es viele Methoden. Es hat nunmal nicht jede/r Zeit oder Lust, sich ständig zu Diskussionen zu begeben oder ähnliches.

        • vielleicht auch einfach an geeigneten Punkten Elektromobile zum leihen anbieten. Ich kann mir vorstellen das es bei älteren Leuten nicht unbedingt am Interesse mangelt.

  • Meinst du damit auch, dass du andere Vorschläge (z.B. Zugang beim Columbiadamm, Öffnungszeiten) ablehnst, oder nur "Baumaßnahmen"?

    • Nur Baumaßnahmen! Eine Öffnung zum Columbiadamm finde ich sinnvoll.

      • Das Feld soll bleiben wie es ist. Das Geld, was für "Veränderungen" ausgegeben werden würde, sollte dazu genutzt werden, dass Feld instand zu halten (Gras mähen, Asphaltlöcher reparieren, Müll entsorgen, Sicherheitsdienst usw.).

        • LouW ist dafür
          +7

          Ich denke auch, dass man sich hauptsächlich um die Instandhaltung kümmern sollte. Diesbezüglich noch eine Anmerkung, die sich an die Senatsverwaltung richtet: Wenn hier nur wenige Veränderungsvorschläge gepostet werden, dann liegt das vielleicht gerade daran, dass sich die Bevölkerung beim Volksentscheid für einen Erhalt des Status Quo ausgesprochen hat!

          • ManU ist dagegen
            +2

            Stillstand hat noch niemanden weitergebracht. Wenn am Rand des Felds schon nicht gebaut werden darf, sollte wenigstens das Potenzial des Feldes genutzt und als Ort für kreative und nachhaltige Ideen weiterentwickelt werden.

            • MathiasR ist dagegen
              +3

              Natürlich hat die Bewegung soviel Zulauf erhalten, weil eine Freifläche dieser Größe inmitten einer Großstadt ein wahnisinniger Luxus und eine Chance ist, die man nicht einfach für ein 0815-Konzept verschwenden darf. Sich grundsätzlich gegen Nutzungsmöglichkeiten zu verschließen, die auch Baumaßnahmen erfordern, halte ich aber genauso für eine Verschwendung. Ich halte es jedoch für wichtig genau abzuwägen und Prinzipien (Raum für alternative Konzepte, Interkultureller Austausch, Erhalt als Erholungsraum....) zu entwickeln, nach denen sich eventuelle Maßnahmen richten und sich im Zweifel auch gegen Maßnahmen zu entscheiden. Dann können auch Baumaßnahmen die Idee eines kreativen und weltofffenen Berlins mitprägen.

              • ich wünsche mir mehr schatten. das bringt mehr aufenthaltsqualität. können auch bäume sein

                • claudi34 ist dagegen
                  +1

                  Damit wird das Feld zu einem beliebigen Park, ohne die Eigenschaft der Weite, die Lerchen und Falken hauen ab und überall wird hingepinkelt. Nimm dir einen Schirm mit.

            • Aber das Feld entwickelt sich doch ständig weiter! Und die kreativen Ideen entstehen hier aus dem großen Nichts, und nicht, weil ein Kreativraum mit künstlerisch begabten Sozialpädagogen (Nichts gegen Sozialpädagogen!) gebaut wurde.

              • MoritzMistel ist dafür
                +1

                Alternative Konzepte, interkultureller Austausch, Nachhaltigkeit - solche Wohlfühlbegriffe und Worthülsen sind beliebig dehnbar und sollen die Leute einlullen. Und von "Kreativität und Weltoffenheit", die Baumaßnahmen erfordern, hat Berlin wahrlich genug. Verschont das Feld damit. Es wirbt für sich selbst, was die vielen Menschen, die es nutzen beweisen. Durch den Entscheid haben sich die BerlinerInnen das angeeignet was ihnen sowieso gehört. Und zwar zu 100%. Und sie haben letztendlich und zum Schluss gegen ALLE ihre politischen Volksvertreter aus allen Parteien gestimmt. Dass die diese Schlappe nicht auf sich sitzen lassen, sollte allen bewußt sein. In den gerade stattfindenden Waschgang wurde also ne Menge Weichspüler reingeschüttet. Ein gesundes Maß an Mißtrauen sollte da angebracht sein.

  • Und eine Erziehung für individuelle Müllentsorgung. Wer Müll in die Gegend schmeißt muss zahlen.